Steuerliche Aspekte

Gut zu wissen – Unsere Hinweise zu den wichtigsten steuerliche Aspekten

Als Betreiber einer Photovoltaikanlage müssen Sie einen Gewerbebetrieb anmelden, da Sie mit dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) einen Vertrag über die Lieferung von Strom abschließen. Selbst wenn Sie keinen Vertrag mit dem EVU abschließen, was nicht verpflichtend ist, so stellt die Einspeisung von Strom ein anmeldepflichtiges Gewerbe dar.
Als Unternehmer unterliegen die Erträge aus der Stromerzeugung (auch für den Eigenverbrauch) der Umsatzsteuer. Sie stellen dem EVU 19 % Umsatzsteuer in Rechnung und müssen diese an das Finanzamt abführen. Dafür erhalten Sie die Ihnen berechnete Vorsteuer aus der Anlage wieder zurück. Sie haben also den Vorteil eines Vorsteuerabzugs. Oftmals wird die zurückerstattete Vorsteuer zur Finanzierung bzw. Tilgung einer Anlage verwendet.

Bei kleinen PhotoVoltaikanlagen im privaten Bereich, werden Sie nicht mehr als 17.500,-  EUR Jahresumsatz erzielen und können als Kleinunternehmer auf diese Regelung verzichten. Das ist aber nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Sie sollten sich dazu von Ihrem Steuerberater beraten lassen.
Neben der Umsatzsteuer unterliegt das Unternehmen der Gewerbesteuer. Grundlage für die Erhebung durch die jeweilige Stadt/Gemeinde ist der vom Finanzamt festgesetzte Gewerbesteuer-Messbetrag.  Bei der Festsetzung des Messbetrages gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften zunächst ein Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro, bevor Gewerbesteuer anfällt, die jedoch i.d.R. mit einer kleinen PV-Anlage nicht erreicht wird. Kapitalgesellschaften haben bereits ab dem ersten Euro ihren Gewinn zu versteuern.

Interessante Abschreibungsmöglichkeiten
Sämtliche Herstellungskosten einer PV-Anlage werden über eine Laufzeit von 20 Jahren linear abgeschrieben. Darüber hinaus ist eine Sonderabschreibung im Jahr der Installation möglich.

Die jährliche Abschreibung auf die Anschaffungskosten, die Betriebskosten, aber auch Kreditzinsen, Versicherungsprämien, Reparaturen und die Kosten für den Austausch von defekten Komponenten können bei der Einkünfteermittlung als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Ihr Steuerberater berät Sie im Vorfeld und unterstützt Sie bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Pflichten. Auch die damit verbundenen Kosten können Sie nach geltendem Recht wiederum als Betriebsausgaben geltend machen.
Bitte beachten Sie, dass die steuerliche Behandlung sich aufgrund von Neuerungen in der Gesetzgebung, in der Verwaltungspraxis der Finanzbehörden oder in der Rechtsprechung z. T. auch rückwirkend ändern kann.